Erstnachweis einiger Flechten für Kärnten und Österreich
Forschungsprojekt
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Projektbetreiber: Mag. Harald Komposch

Die Flechten Kärntens wurden 2004 von Türk et al. einer Bestandsaufnahme unterzogen und nach einer Revision der Literatur und einzelnen Sammelexkursionen wurde von 1497 Sippen berichtet. Nach weiteren 7 Jahren hat sich die Zahl der in Kärnten jemals nachgewiesenen Flechten auf etwa 1548 erhöht, 17 davon gelten jedoch als ausgestorben bzw. verschollen.
Im Zuge persönlicher Sammelexkursionen des Projektbetreibers hat sich für etwa 10 Flechtentaxa herausgestellt, dass sie für das Bundesland Kärnten Erstnachweise sind bzw. sein könnten. Darunter befindet sich erstaunlicherweise der Nachweis einer Blattflechtengattung, die neu für Österreich selbst ist. In der Regel handelt es sich jedoch um unscheinbare Flechten, zumeist Kalkgesteinsbewohner, die in der Erforschungsgeschichte der Flechten generell einen stiefmütterlichen Platz innehaben.
Im Zuge dieses Projekts sollen diese Neufunde auf die Richtigkeit ihrer Bestimmung (Herbariumsvergleiche) überprüft werden. Im Einzelfall (bei zu geringen Probenmengen) kann eine Nachsuche der Flechte notwendig sein. Des Weiteren sollen Literaturrecherchen und persönliche Erkenntnisse zu ihren Verbreitungen und ihrer Ökologie ausgewertet und in einer mit Fotos illustrierten Publikation in der Carinthia II dargelegt werden.
Der Baumfalke in Kärnten
Forschungsprojekt
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Projektbearbeiter: Dr. Remo Probst

Der Baumfalke ist ein faszinierender Brutvogel Kärntens. Abgesehen von einem Kapitel in der "Avifauna Kärntens", liegen von dieser Art aus unserem Bundesland keine einschlägigen Publikationen vor. Aus Deutschland (FIUCZYNSKI 1987, FIUCZYNSKI & SÖMMER 2011), den Niederlanden (BIJLSMA 1980) und aus England (CHAPMAN 1999) gibt es zwar drei Monografien, aber mit anderer Gewichtung.
Dieses Projekt soll 2013 in einer Publikation des NWV für Kärnten münden und mit den folgenden Schwerpunkten zu einem vertieften Verständnis der Ökologie und Evolution dieser Art beitragen:
• eine Betrachtung der Biologie des Baumfalken im inneralpinen Lebensraum "Kärnten".
• eine Fokussierung auf den Bereich der Ernährung als ultimate factor. Andere Studien konzentrieren sich in erster Linie auf die Populationsbiologie, während für diese Arbeit die weltweit größte Sammlung an Jagdflugbeobachtung auf Kleinvögel (n > 500) vorliegt.
• eine verstärkte Behandlung von "Warum-Fragen", wo also zentrale Themen der Verhaltensbiologie (z. B. "Warum brütet der Baumfalke erst im Juni?") und nicht "nur" beschreibende Beobachtungsinhalte ("Baumfalken gehören zu den spätesten heimischen Brutvögeln und brüten erst im Juni.") beleuchtet werden sollen.











